JAHRHUNDERTEALTES HANDWERK, ZEITGEMÄSS INTERPRETIERT
Atelier Monochrome überträgt die jahrhundertealte Kunst des Beijing Glass in eine zeitgemäße Kollektion skulpturaler Gefäße.
Uns faszinierten die außergewöhnliche Farbtiefe, die Präzision der von Hand geschliffenen Oberflächen und die Art, wie sich jedes Objekt mit dem Licht verändert. Auf den ersten Blick wirken die Formen klar und architektonisch. Aus der Nähe zeigen sie die ganze Komplexität eines Materials, das Schicht für Schicht aufgebaut und vollständig von Hand vollendet wird.
Die Kollektion entsteht ausschließlich in limitierten Stückzahlen. Jedes Objekt erfordert monatelange Arbeit und das Wissen spezialisierter Kunsthandwerker, die sowohl das Verhalten von geschmolzenem Glas als auch die Präzision beherrschen, die für das Schleifen und Polieren notwendig ist.
FARBE, SCHICHT FÜR SCHICHT AUFGEBAUT
Anders als bei einer Farbe, die nur als Dekor auf die Oberfläche aufgetragen wird, ist die Farbe bei Beijing Glass Teil des Objekts selbst.
Mehrere Schichten geschmolzenen, pigmentierten Glases werden miteinander verbunden. So entsteht ein massiver Glaskörper von bemerkenswerter Farbtiefe. Noch im glühenden Zustand wird das Material behutsam in seine erste Form gebracht.
Jede Schicht muss mit der nächsten harmonieren. Gemeinsam erzeugen sie die Dichte, Leuchtkraft und feinen Farbübergänge, die das fertige Gefäß prägen.
Doch die Form, die aus der Hitze kommt, ist erst der Anfang.
DIE KUNST DES GLASSCHLIFFS
Nach dem Formen muss das Glas über mehrere Tage langsam abkühlen, bevor die Schleifarbeit beginnen kann.
Anschließend wird die Oberfläche vollständig von Hand bearbeitet. Ausgewählte Bereiche werden behutsam abgetragen, um Facetten herauszuarbeiten, Geometrien zu schärfen und das Zusammenspiel der darunterliegenden Farbschichten sichtbar zu machen.
Die Techniken zum Schleifen und Veredeln des Glases greifen auf Methoden zurück, die traditionell mit der Bearbeitung von Jade verbunden sind. Sie verlangen Geduld, Kontrolle und ein außergewöhnliches Verständnis für das Material. Jeder Schnitt ist endgültig; wurde zu tief gearbeitet, lässt sich das nicht rückgängig machen.
Danach wird das Gefäß wiederholt von Hand poliert, bis seine Flächen glatt, seine Linien präzise und seine Oberfläche leuchtend sind.
Dieser Prozess fügt dem Glas nicht einfach ein Muster hinzu. Er legt frei, was bereits in seinen Schichten angelegt war.
FARBE, GEOMETRIE UND LICHT
Licht ist ein wesentlicher Bestandteil jedes Stückes.
Während es über die von Hand geschliffenen Flächen wandert, wirken manche Bereiche dicht und satt, andere beinahe transparent. Jede Facette fängt, reflektiert oder absorbiert das Licht auf ihre eigene Weise. Dadurch erhält das Objekt eine Tiefe, die sich im Lauf des Tages immer wieder verändert.
Dieses Zusammenspiel von Farbe, Geometrie und Licht lässt sich in einem einzigen Foto kaum vollständig einfangen. Der Charakter der Gefäße verändert sich weiter – je nachdem, aus welchem Winkel man sie betrachtet und wie das Licht im Raum fällt.
EIN PROZESS, DER IN MONATEN GEMESSEN WIRD
Vom ersten Schichten und Formen des geschmolzenen Glases über das langsame Abkühlen, das Schleifen und Polieren von Hand bis zur abschließenden Kontrolle dauert die Herstellung einer einzelnen Vase mindestens zwei Monate. Komplexere Formen können deutlich mehr Zeit beanspruchen.
Jede Phase baut auf der vorhergehenden auf. Das Glas kann erst bearbeitet werden, wenn es vollständig abgekühlt ist, und seine endgültige Klarheit entsteht erst durch wiederholtes, äußerst sorgfältiges Polieren.
Dieser lange Prozess begrenzt ganz natürlich die Zahl der Stücke, die gefertigt werden können. Feine Unterschiede in Farbe, Schliff und Proportion bleiben von einem Gefäß zum nächsten bestehen und machen jedes fertige Objekt individuell.
GLASKUNST ALS SAMMLEROBJEKT
The Overlay Collection vereint Formen wie Classical Column, Double Gourd, Hexagon und Octagon. Ihre Silhouetten nehmen Bezug auf klassische dekorative Objekte, während klare Proportionen, intensive Farben und präzise geschliffene Oberflächen ihnen eine unverkennbar zeitgemäße Präsenz verleihen.
Jedes Gefäß wird in außergewöhnlich limitierter Stückzahl gefertigt und bewegt sich zwischen dekorativem Objekt, skulpturaler Form und Glaskunst für Sammler.
Es trägt Schichten von Farbe, Monate spezialisierter Handarbeit und die unverwechselbare Tiefe eines Objekts in sich, das weder anonym noch in großer Stückzahl entstehen kann.